Wattenmeer und Wechseljahre

 

Im Monat April hörten wir zwei sehr interessante Vorträge im Zeichen des Wechsels.

 

Am 19. April 2010 haben wir uns zusammen mit dem LandFrauenVerein Husum von Herrn Dr. Martin Stock mit seinem Multimedia-Vortrag „Impressionen aus dem Weltnaturerbe Wattenmeer“ in die einzigartige Welt des Wattenmeeres mit dem Wechsel der Gezeiten entführen lassen. Er hat uns die Naturschönheiten und besonderen Stimmungen dieses Lebensraumes vor unserer Haustür mit phantastischen Bildern gezeigt und mit großer Begeisterung dazu referiert. Wir haben die Magie einer Landschaft mit ihrem unvergänglichen Wert erlebt. „Wenn die Natur Regie führt, formen sich aus Sand ganze Inseln, Strände und Dünen“. Dass die Natur im Wattenmeer unbeeinflusst ihre eigenen Formen finden kann, gehört zu den Schätzen im Weltnaturerbe. Für dieses Erbe tragen wir alle weiterhin die Verantwortung – auch wenn der Schutz des Wattenmeeres nun international verankert ist.

 

Eine Woche später am 26. April 2010 referierte die Heilpraktikerin Frau Doris Christiansen aus Husum verständlich und lebendig zu dem Thema „Wechseljahre und die Zeit danach“. Sehr anschaulich hat uns Frau Christiansen die Homöopathie erklärt, der sie anfänglich mit großer Skepsis gegenüber stand. Da es 2.500 bis 3.000 homöopathische Mittel gibt, ist es aufwendig, das richtige Mittel dem Patienten zu verordnen. Wir haben sehr viele Tipps für unseren Alltag erhalten.

Im asiatischen Raum kennen die Frauen kaum Probleme mit den Wechseljahren, da in ihrer Nahrung sehr viel Soja enthalten ist und man dort weniger tierisches Eiweiß verzehrt. Mit Beginn der Wechseljahrsbeschwerden werden häufig Hormone eingenommen. Mit dieser Hormon-Gabe werden die Probleme oft zeitlich nach hinten verschoben. Grundsätzlich kann die Verbindung Rauchen und Hormoneinnahme gesundheitlich bedenklich sein. Studien belegen hier Zusammenhänge zu schweren Erkrankungen.

Die Erfahrung zeigt, dass die Osteoporose-Gefahr mit Hormonen gebannt werden kann. Eine Besserung der Osteoporose tritt in den ersten Monaten der Hormongabe ein (ganz sicher in den ersten sechs Monaten). Leider gilt dabei nicht: je länger die Hormoneinnahme, desto geringer die Osteoporose. Die langfristig besten Mittel gegen Osteoporose sind Bewegung, gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch und nicht rauchen.

Abschließend hob Frau Christiansen hervor, dass ein „Antiaging-Hormon“, nämlich das Melatonin, bereits in unserem Körper vorhanden ist. Dieses Hormon wird im Tiefschlaf frei, besonders dann, wenn man vor Mitternacht in einem dunklen, ruhigen Raum schläft.

 

Herzlichen Dank an beide Referenten, beide Vorträge waren einfach Spitze!

                                                                                                                                   G.O.