Die Seele baumeln lassen…

 

Die Seele einmal baumeln lassen ist 25 Schobüller Landfrauen wieder einmal in Kollund in unserem Nachbarland Dänemark gelungen! Wir haben vom 18. bis 20. Juni 2010 dort ein Wohlfühlwochenende mit Sport, Spiel, Spannung und Entspannung verbracht. Das Haus Quickborn hat in all den Jahren nichts von seinem Charme verloren. Wir fühlten uns gleich wieder wie zu Hause und ließen den Alltagsstress hinter uns. Mit uns kam auch die Sonne in Kollund an, und nach dem Mittagessen gab es kein Halten mehr, die ersten von uns erwanderten sich den Gendarmenstieg. Die Fußballfans ließen sich natürlich das Spiel Deutschland – Serbien nicht entgehen. Wenn auch das Ergebnis nicht mit den Erwartungen übereinstimmte – nirgendwo konnte die Stimmung besser sein, selbst wenn das Gegentor mit unserem verwechselt wurde! Sport macht hungrig – auch vom Stuhl aus, und so wurde das abendliche Büffet gestürmt. Die lieben Küchenfeen hatten den Appetit der Landfrauen etwas unterschätzt und dementsprechend später die weitere Verpflegung „aufgestockt“.

 

Es wurde gespielt, gelacht, ernsthaft geredet – jeder kam zu seinem Recht. Die ganz Mutigen testeten vor dem Frühstück am nächsten Morgen die Temperatur der Ostsee – obwohl im ersten Moment gefühlte Minusgrade wurde das erfrischende Bad am nächsten Tag zur gleichen Zeit wiederholt. Wer Lust hatte, machte am Samstagvormittag bei Sieglindes toller Gymnastik im Garten mit dem Blick auf die Ostsee mit. Nicht nur wir folgten ihren Anweisungen, auch die herannahenden Regenwolken ließen sich von ihr überreden, weiter zu ziehen. Nach einer Pause ging es im Wintergarten weiter. Gestaunt haben wir „Fitten“ über die Möglichkeiten, auch im Sitzen anspruchsvolle Gymnastik betreiben zu können. Mit dem anschließenden leckeren, typisch dänischen Mittagessen - Schweinekrustenbraten mit Rotkohl, Eis zum Nachtisch – holten wir die verbrauchten Kalorien schnell wieder auf.

 

Nachmittags stand der Besuch der Ochseninseln auf dem Programm. Die kleine Fähre holte uns mit einiger Verspätung ab, so dass wir bei dem frischen Wind unsere Jacken gut gebrauchen konnten. Selten haben wir uns so auf den heißen Kaffee gefreut, der auch schon in dem Wintergarten des „Oens Kro“ auf der Insel auf uns wartete. Es blieb trocken, und so erkundeten wir einen Teil der großen Ochseninsel und genossen die herrlichen Blicke über die Flensburger Förde. Dass wir bei kräftigem Regen zurückfuhren, störte uns wenig, denn wir durften uns in die kleinen Kajüte zwängen, während der Kapitän die Möglichkeit hatte, auch von außen das Schiff zu steuern - natürlich geschützt unter einem Landfrauen-Regenschirm.

 

Im Haus Quickborn angekommen, kam natürlich auch „Victoria“ nicht zur kurz. Während einige von uns es sich vor dem Fernseher gemütlich machten und die schwedische Hochzeit verfolgten, ging der „Rundgesang“ im Wintergarten mit der dazugehörigen Fröhlichkeit herum.

 

Nach dem guten Abendessen mit dänischem Currysalat und reichlich Sild hatten wir viel Spaß mit „Bingo op Platt“. Auch wer nicht „Bingo“ gerufen hatte, ging nicht leer aus; Sieglinde hatte liebevoll 25 Wundertüten zusammengestellt, deren Inhalt nach der angegebenen Umschreibung vor Übergabe noch zu erraten war.

Weiter ging es mit Klönschnack, Doppelkopf, Rummicup und natürlich „Hauruck“, welches wegen der Lautstärke, die mit diesem Kartenspiel verbunden war, auch im Wintergarten stattfand. Der auf das Dach prasselnde Regen konnte uns nicht stören, er erhöhte nur die Gemütlichkeit.

 

Der nächste Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein. Es hieß jetzt leider wieder packen und nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von unserem guten „Hausgeist“ mit dem Versprechen, dass wir natürlich wiederkommen werden.

                                                                                                                                G.O.