Besuch der Hansestadt Hamburg


Früh aufstehen hieß es für uns am 15. April 2011 für unseren Tagesausflug nach Hamburg; denn schon um 7.00 Uhr startete unser Bus in Schobüll und den weiteren Haltestellen mit 48 LandFrauen. Noch war es neblig, aber es dauerte gar nicht lange und die Sonne begleitete uns den ganzen Tag. Je weiter südlicher wir kamen, desto grüner wurde es und in Hamburg angekommen waren wir mitten im Frühling – leuchtend grüne sowie blühende Bäume und Büsche empfingen uns.

Unser erstes Etappenziel war der „Hamburger Michel“- eine der schönsten Barockkirchen Norddeutschlands mit Platz für 2.500 Menschen. Wir ließen uns führen und staunten über die Vielzahl der Orgeln: die Marcussen-Orgel, die Steinmeyer-Orgel, das Fernwerk im Dachboden – diese Orgel wird von einem Zentraltisch aus gespielt und leitet die Töne über einen 20 m langen Schallkanal zu einem Schallloch in der Decke des Michels, die im Jahr 2010 eingebaute neue Carl-Philipp-Emanuel-Orgel sowie die „Felix Mendelssohn Bartholdy Orgel“ in der Krypta. In diesem Kellergewölbe liegen übrigens 2145 historische Gräber, darunter das des Komponisten Carl Philipp Emanuel Bach und des Baumeisters der Kirche Ernst Georg Sonnin. Die gesamte St. Michaelis-Kirche ist wunderschön – hell und freundlich. Beeindruckt haben uns auch der neu vergoldete Altar mit dem neuen Zelebrationsaltar, die 1910 von dem Dresdner Künstler Otto Lessing geschaffene Kanzel mit dem ebenfalls vergoldeten Verkündigungsengel und das aus dem 18. Jahrhundert stammende Taufbecken, welches von drei Taufengeln getragen wurde. Hier amüsierten wir uns darüber, dass ein Engel nur eine Hand zum Stützen benutzte. Auch durften wir die Sakristei mit dem herrlichen Mosaikfenster besichtigen. Für die Krypta hätten wir gerne noch mehr Zeit gehabt.

Weiter ging es zur HafenCity – das derzeit größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas. Hier sollten wir nun unser Restaurant finden, wo wir angemeldet waren. Wo war sie nur, unsere „Kaiser Perle“? Die vielen Baustellen erleichterten die Suche nicht gerade, aber nach ein paar Extrarunden fanden wir das nur zu Fuß zu erreichende Restaurant-Bistro direkt am Wasser gelegen. Wir ließen uns das bestellte Essen – Ossobuco vom Rind bzw. Seehechtfilet - schmecken und genossen anschließend das imposante Flair dieses Teiles von Hamburg entweder mit einem Bummel entlang des Wassers oder mit einem Besuch des Info-Pavillons oder ganz entspannt bei einem Cappuccino in der Sonne. Bestaunt haben wir natürlich das Leuchtturmprojekt der HafenCity, die im Bau befindliche Elbphilharmonie.

Voller Spannung erwarteten wir unseren nächsten Programmpunkt: das Planetarium und ließen uns in „Die Macht der Sterne“ entführen. Wir reisten in Liegesesseln durch Zeit und Raum, begegneten eindrucksvollen Bauwerken und rätselhaften Kultstätten unserer Ahnen und waren tief beeindruckt von der ältesten konkreten Darstellung des gestirnten Himmels, der berühmten „Himmelsscheibe von Nebra“.

Den Abschluss eines wirklich erlebnisreichen Ausfluges bildete der Besuch der Schiffsbegrüßungsanlage „Willkomm Höft“ mit einem Imbiss im Schulauer Fährhaus. Wir hätten natürlich gerne mehrere Begrüßungs- oder Verabschiedungszeremonien erlebt, aber vergönnt war uns nur die Verabschiedung eines „Italieners“ bzw. eines „Arbeitsschiffes“ auf der Elbe. Nichts desto trotz fuhren wir vergnügt mit dem Kopf voller neuer Eindrücke nach Hause.

                                                                                                                        G. O.