Landfrauen auf Tour

 

Wir, 37 Schobüller Landfrauen, machten uns (bei Regenwetter!) auf den Weg: Ziel war der Herbstmarkt im Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel. Dieses Museum ist das größte Freilichtmuseum Norddeutschlands auf einem 60 ha großen Gelände und interpretiert die Kulturgeschichte und Volkskunde des ländlichen Raums. 70 historische Gebäude, Hofanlagen und Mühlen der verschiedenen Landschaften Schleswig-Holsteins mit Mobiliar, Hausrat und Arbeitsgeräten sind hier zu sehen und zu erleben. Tiere, wie sie früher auf den Höfen gehalten wurden, sowie den Häusern zugeordnete Gärten ergänzen die Anlage, um uns Besuchern einen möglichst vollständigen und lebendigen Eindruck vom Wohnen und Wirtschaften vergangener Jahrhunderte zu vermitteln.

 

Bei der Anfahrt ging manch sorgenvoller Blick in Richtung Himmel, aber unsere Stoßgebete hatten Erfolg: Als wir den Bus verließen, war es wider Erwarten trocken, unser Rundgang begann ohne Schirm! Später kam sogar die Sonne heraus.

Erkunden wollten wir in erster Linie die zum 29. Herbstmarkt angereisten ca. 150 Aussteller in den historischen Gebäuden des Museums. Handwerker (u. a. Korbmacher, Schmied, Drechsler, Töpfer, Kerzenzieherin, Weberinnen) demonstrieren ihre Tätigkeiten in verschiedenen Gebäuden und verkauften ihre Produkte. Klar, dass wir nicht alles vor dem Mittagessen im „Drahten Hof“ ansteuern konnten. Jetzt galt es erst einmal, die Voraussetzung zu schaffen, das Gelände verlassen und wieder betreten zu können. Also wurden wir alle „abgestempelt“: Jede bekam eine Kennung auf Hand oder Arm.

 

Nach dem Essen (sehr lecker und auch reichhaltig) ging es wieder los. Jede hatte sich schon einen kleinen Überblick verschafft und nun wurden gezielt Angebote wahrgenommen. Gezeigt und verkauft wurden Kunst, Handwerk und Kunsthandwerk.

 

Aus allen Bereichen war Traditionelles aber auch Modernes zu bewundern, darunter hölzerne Schreibgeräte, Glas, Puppen, Teddys, Keramik, Bilder, Kleidung, Hüte, Taschen und Tücher, Schmuck in allen Variationen, allerlei für den Garten und vieles andere mehr. Wir konnten uns gar nicht satt sehen.

 

Insbesondere lockte der „Spezialitätenmarkt“: Leckereien wie Pralinen, Bärlauch –, Sanddorn- und Honigprodukte, edle Liköre, Konfitüren und Wein sowie verschiedenste Wurstwaren (z.B. eine Wildgansleberwurst), wurden probiert. Wem das nicht reichte, konnte all dies und auch frische Fleischspezialitäten von Lamm und Galloway mit nach Hause nehmen, um dort zu schlemmen.

 

Manch einer von uns schien der Bus bei der Rückfahrt erheblich voller zu sein. Ob es an den zahlreichen Einkaufstaschen lag?

                                                                                                                                 K.C.