Wir radeln im Rahmen der LandFrauen-Aktionstage 2011 nach Witzwort

 

 

 

Unterwegs zu neue Chancen

- Wir LandFrauen sind eine starke Gemeinschaft

 

Über 1.300 LandFrauenvereine mit weit über 55.000 LandFrauen waren "unterwegs zu neuen Chancen". Etwa 4 Millionen Kilometer haben wir auf den verbindenden Wegen von Verein zu Verein zusammen zurück gelegt, eine Wegstrecke soweit wie einhundert Mal um die Erde!

 

Bei der begleitenden Spendenaktion konnten 100.000 € am 14. November 2011 in Berlin an Frau Bettina Wulff als Schirmherrin der Stiftung "Eine Chance für Kinder" überreicht werden. Mit dieser Unterstützung wird die Stiftung den Einsatz von Familienhebammen bundesweit in der Fläche weiter voranbringen können.

 

 

 

 

 

 

 

Wir radeln nach Witzwort

 

Große Frage am Morgen des 8. Juli 2011: Hört es heute noch auf zu regnen oder fällt unsere Fahrradtour ins Wasser? Der Wetterbericht hat dieses Mal Gott sei Dank recht behalten. Wir können unsere Tour sage und schreibe bei Sonnenschein um12.30 Uhr ab dem Haus Kiesselbach in Schobüll starten, mit der wir in diesem Jahr an den LandFrauen-Aktionstagen 2011 unter dem Motto „Unterwegs zu neuen Chancen“ teilnehmen und jede Teilnehmerin 2 € spendet zugunsten der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ sowie der Fachklinik in Breklum. Hier möchte der KreisLandFrauenVerband Nordfriesland die Behandlung von Frauen mit Depressionen im Therapiezentrum Breklum unterstützen. Mit dem zusätzlich abends herumgereichten Sparschwein ist hierbei ein stolzer Betrag von 252 € zusammen gekommen. Herzlichen Dank!

 

Unübersehbar mit dem Erkennungszeichen der LandFrauen-Aktionstage – den gelben Luftballons an den Fahrrädern radeln wir Richtung Simonsberg am Deich entlang und müssen etliche Hecktore öffnen, bis wir in das wunderschöne Naturschutzgebiet im Uelvesbüller Koog mit den Spätingen gelangen und hier unsere verdiente „Solero“-Pause genießen. Aber bald heißt es wieder „Weiter geht’s!“ Wir haben einen gewissen Termindruck: 14.50 Uhr Verabredung mit Herrn Bandixen von den Husumer Nachrichten und um 15.00 Uhr Führung mit der ersten Gruppe in der Osterhusumer Meierei Witzwort eG. Können wir das schaffen? Nicht so ganz, um 15.00 Uhr treffen die ersten Radlerinnen geschafft, aber fröhlich ein und das Mittelfeld folgt auch bald. Der Rest kann sich Zeit lassen, da die nächste Führung eine Stunde später beginnen soll. Der von den Autofahrerinnen mitgebrachte Kaffee und Kuchen für das auf dem Gelände der Meierei vorgesehene Picknick findet reißend Absatz und die ausgebreiteten Wolldecken verlocken zum Ausruhen.

 

Herr Heck von der Osterhusumer Meierei, die als eine der modernsten Meiereien Europas gilt, empfängt uns bei der Führung mit dem Hinweis, dass wir keine Milch sehen werden und wenn doch, dann ist etwas kaputt! Es erinnert außer dem Geruch wirklich nichts mehr an eine Meierei von früher. Wir haben auf unserem Gang entlang der „Milchstraße“ das Gefühl, in einer Fabrik zu sein: Rohre über Rohre, Fließbänder en gros, riesige Metallbehälter und eine gewaltige Geräuschkulisse. Unser Weg führt uns von der Anlieferung der Milch in einem riesigen Tanklastwagen bis hin zum Verladen einer Milch-Charge. Wir besichtigen die „Schaltzentrale“ mit den Computern, erhalten einen Einblick über durchzuführende Qualitätskontrollen im Labor und können gewiss sein, dass unsere Milch immer einwandfrei ist. Staunend stehen wir vor den diversen Laufstraßen mit den unterschiedlichsten Milchtüten wie z.B. „Unser Norden“, „Unsere Heimat“ und trauen unseren Augen nicht: Auch die dänische „Letmilk“ wird hier abgepackt – alles die gleiche Milch -. Herr Heck klärt uns auf, dass neben Aldi Nord in Deutschland auch Aldi in Dänemark sowie ganz viele Discounter in Norddeutschland aus Witzwort beliefert werden und auch die dänische Piskeflǿde zum Teil aus Witzwort kommt. Wir lernen das Herkunftszeichen zu deuten, welches auf jedem Produkt der Meierei zu finden ist: D für Deutschland, SH für Schleswig-Holstein und die Nummer 019 bedeutet, dass das Ware aus der Osterhusumer Meierei Witzwort eG stammt.

 

Es ist schon hochinteressant, was wir alles zu wissen bekommen, auch wenn es wegen der Lautstärke der Anlagen akustisch sehr schwierig gewesen ist, unseren Herrn Heck immer zu verstehen.

 

Nachdem nun die zweite Gruppe sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt hat, macht auch diese sich nun auf den direkten Weg Richtung Heimat bis zum nächsten Überraschungshalt im Finkhauskoog bei der Tochter einer unserer LandFrau. Prosecco mit Zitronensorbet und Erdbeerstäbchen – einfach köstlich - lassen alle Anstrengungen vergessen! Aber noch sind wir nicht da, wo wir wieder hinsollen und darum treten wir nochmals für die letzte Etappe kräftig in die Pedale. „Brootje“ erwartet uns beim Haus Kiesselbach mit allem Leckerem, was zum Grillen dazu gehört und das lassen wir uns natürlich schmecken; denn diese 46 km-Tour hat uns doch ganz schön gefordert, zumal der Wind, der uns auf der Hintour entgegen blies, dies doch tatsächlich auch auf der Rücktour getan hat. Nichts desto trotz waren wir alle begeistert von diesem Tag und haben ihn gemütlich und fröhlich im Garten des Hauses Kiesselbach ausklingen lassen.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses Ausflugs beigetragen haben!

 

                                                                                                                       G. O.