„Wenn die Pfanne brennt…“

 

Damit wir mit diesem Problem richtig umzugehen lernen, haben sich am 3. März 2012 Wolfgang Otto von der Ortsfeuerwehr Husum und Kay Petersen von der Ortsfeuerwehr Schobüll richtig ins Zeug gelegt. Die theoretische Information erfolgte von Herrn Otto ausführlich auf humorvolle Art und Weise. Wir erhielten viele wertvolle Hinweise und Tipps. Ein Handfeuerlöscher sollte in jedem Haushalt vorhanden sein. Gestaunt haben wir darüber, dass bei einem 6 kg-Handfeuerlöscher nur für 10-12 Sekunden Löschmittel zur Verfügung stehen. Entstehungsbrandherde lassen sich gut mit einem Handfeuerlöscher „besiegen“. Dieser muss sich nur weit weg von der gedachten Gefahrenquelle befinden. Dies gilt auch für den Wassereimer oder eine bereit gelegte Decke. Wenn der Tannenbaum brennt, darf auf gar keinen Fall der Eimer Wasser darüber gegossen werden. Dies würde wegen der Harzanteile in den Tannennadeln eine Explosion auslösen.

Speiseöl brennt bei einer Temperatur von 230 Grad von alleine. Eine brennende Pfanne oder Friteuse ist sofort mit einem Deckel zu verschließen. Dieser darf bis zum Abkühlen nicht gelüftet werden, da es sonst zu einer Versprühung kommt. Bedacht werden muss auch immer, dass von jedem Speisefett Gase ausgehen und in die Bekleidung ziehen. Synthetische Stoffe fangen leichter Feuer als Baumwollstoffe. Herr Otto hob immer wieder hervor, wie wichtig es ist, Ruhe zu bewahren. Auch über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Brandwunden und Verbrühungen klärt uns Herr Otto umfassend auf – und bitte kein Mehl auf eine Brandwunde wie früher üblich. Überrascht nehmen wir zur Kenntnis, dass die unterschiedliche Temperatur an den verschiedenen Körperstellen bei der Kaltwassertherapie eine Rolle spielt und so lange gekühlt werden muss, bis der Verbrennungsschmerz vorbei ist. Es genügt die Bewegung in wenig Wasser.

 

Nun sollen 30 LandFrauen und ein LandMann natürlich auch kennen lernen, wie die Handfeuerlöschgeräte in Betrieb gesetzt werden. Souverän wurden von allen ein Flächenbrand sowie ein brennender Papierkorb gelöscht. Gestaunt haben wir über die große Explosion, die entsteht, wenn eine geringe Wassermenge in brennendes Öl gegossen wird.

 

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Herren Otto und Petersen sowie ihrem Team für ihr zeitaufwändiges ehrenamtliches Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr und den informativen, sehr interessanten Samstagvormittag!

                                                                                                                              G.O.