Hurra, ich lebe noch . . .

 

und kann alleine morgens aus dem Bett aufstehen! Wie schnell sich dies ändern kann, schildert Frau Monika Dittmer, Justizinspektorin a.D., humorvoll in ihrem Vortrag mit realen lebensnahen Beispielen. Die Vorsitzende des Schobüller LandFrauenvereins Annegret Appelles begrüßt mehr als 90 Schobüller LandFrauen und Gäste sowie Frau Baudewig als Vertreterin der Husumer Volksbank e.G. in der Gaststätte Carstens in Horstedt.

 

Einfach und in erfrischender Weise erklärt Frau Dittmer die drei schwer verständlichen Vokabeln „Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung“. Keiner will damit etwas zu tun haben. Da aber die Zahl der pflegebedürftigen und zu betreuenden Personen auch zukünftig in hohem Maße steigen wird, ändert sich die Form der Lebenspyramide „in einen Döner – oben Masse, unten nichts“. Frau Dittmer stellt anschaulich dar, wie abhängig wir sind. Wer kümmert sich im Notfall? Jeder - das Alter spielt keine Rolle - braucht einen Menschen seines Vertrauens, einen Stellvertreter. Denn mit Vollendung des 18. Lebensjahres ist die Vertretung durch die Eltern vorbei. Eindringlich beschwört Frau Dittmer die Anwesenden, die Macht über sich nicht abzugeben, sondern ihr „zweites Ich“ selbst zu bestimmen. Ohne eine Vorsorgevollmacht wird der eigene Wille nämlich nicht umgesetzt. Anhand der allen Anwesenden von der Husumer Volksbank eG zur Verfügung gestellten Mappe geht Frau Dittmer Punkt für Punkt die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsvollmacht und die Patientenverfügung durch, so dass das spätere Ausfüllen zu Hause kein Problem ist. Für die Gültigkeit dieser Urkunde ist die Unterschrift des Hausarztes notwendig, der damit die geistige Fitness des Vollmachtgebers bestätigt. Eine notarielle Beglaubigung ist nur bei unwiderruflichen Vollmachten erforderlich. Das I-Tüpfelchen ist dann noch die Eintragung in das Vorsorgeregister in Berlin. Von dort erhält man dann für 13 € eine Scheckkarte, auf der die Stellvertreter benannt sind und im Notfall den eigenen Willen und nicht den des von Amts wegen ernannten Betreuers weiter geben.

 

Mit viel Beifall und einem Blumenstrauß als Dankeschön wird Frau Dittmer von den Schobüller Landfrauen und den Gästen verabschiedet. Der Schobüller LandFrauenVerein bedankt sich herzlich bei der Husumer Volksbank eG, die diesen hervorragenden Vortrag als Sponsor erst ermöglicht hat.

                                                                                                                                 G.O.