Silber ärgert sich schwarz,

 

wenn es nur in der Schublade liegt. Wie uns der Vertriebsleiter der Firma Robbe & Berking GmbH & Co. KG erklärte, möchte unser Silberbesteck auf den Tisch und benutzt werden. Dann genügt das Silberputzen ein- bis zweimal im Jahr mit einem entsprechenden Mittel und bitte auf gar keinen Fall mit Aluminiumfolie und Salz – damit würde nur die Alufolie versilbert. Ja, man lernt nie aus …

 

30 Schobüller LandFrauen haben staunend die Silbermanufaktur Robbe & Berking in Flensburg besichtigt, welche in diesem Jahr in der 5. Generation das 140. Jubiläum feiert. 20 Tonnen Silber werden hier im Jahr von 120 Mitarbeitern verarbeitet; insgesamt beschäftigt das Unternehmen 170 Angestellte.

Ob im Luxushotel, auf dem Kreuzfahrer "MS Deutschland" oder im Kreml: Wer dort isst, hält ein Silberbesteck "made in Flensburg" in den Händen. Das Tafelsilber mit der Prägung "R&B" stammt aus der Manufaktur Robbe & Berking, welche der weltweit größte Hersteller von Silberbesteck ist. Tradition ist bei dieser Firma groß geschrieben.

Fast alles ist Handarbeit, bis zum fertigen Besteckteil sind mehr als 40 Arbeitsgänge notwendig. Ausstanzen, walzen, schleifen, gravieren mit einem Sichel: Die Herstellung erfolgt noch genauso wie früher. Wir werden durch alle Abteilungen geführt – von der Schatzkammer mit den Silberplatten in diversen Stärken bis zu dem Versand der bestellten Ware; der Verkauf erfolgt nur in den Filialen.

 

Wir dürfen den Mitarbeitern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und bekommen somit jeden einzelnen Werdegang eines Besteckteils erklärt. Bewundernd sehen wir, wie ein Silberschmied mit seinem Hammer einem Teelöffel Schlag für Schlag eine einzigartige Oberfläche verleiht. Wie viele Hammerschläge sind wohl für ein 12-teiliges Besteck erforderlich?

Auch haben wir das heutzutage seltene Glück, einem Gürtler bei seiner Arbeit zusehen zu können und sind fasziniert, wie genau eine Mitarbeiterin bei der Zusammenfügung eines Messerschaftes vorgehen muss.

 

Wunderschön in ihrer zeitlosen Eleganz waren ebenso die silbernen Wohnaccessoires und Geschenke anzusehen, und in diesem stilvollen Rahmen sind wir bei Kaffee und Gebäck sowie Selter, die wir aus den versilberten Bechern trinken durften, verabschiedet worden. Unser herzliches Dankeschön geht an den Vertriebsleiter und die Chefsekretärin für die hervorragende Führung und die Informationsbroschüren.

 

Ein leckeres Mittagessen in dem idyllisch gelegenen „Fährhaus“ in Holnis hat unseren informativen, erlebnisreichen Vormittag abgerundet.

Die elegante Robbe &Berking-Papiertragetasche, mit der jede LandFrau nach Hause gekommen ist, hat bei so manchem „LandMann“ in Befürchtung eines dortigen Einkaufs für große Augen gesorgt. Dabei beinhaltete sie doch nur das Info-Material …

 

Vielen Dank, liebe Karin Jensen, dass Du uns durch Deine Vermittlung diese Firmenbesichtigung überhaupt ermöglicht hast.

G.O.