Senioren sind älter aber lange nicht naiv.

 

 

Betrüger können uns mal – wir durchschauen ihre Tricks.

Dieses Resümee zogen 23 interessierte LandFrauen am 11.05.15 im Haus Kiesselbach nach dem Vortrag zum Thema „Gauner und Banditen – Enkeltrick usw.“.

 

Die Vorsitzende Annegret Appelles hieß den Referenten Herrn Johannes Schaer herzlich willkommen. Der ehemalige Hauptkommissar ist Mitglied im Senioren-Kompetenz-Team, sowie Sicherheitsberater für Senioren.

 

In seinem Vortrag gab Johannes Schaer nicht nur zahlreiche Tipps, wie man die Tricks der Gauner und Gaunerinnen durchschaut und wie die typischen Maschen als solche zu erkennen sind, sondern auch, wie man sich dagegen schützt.

 

Zuerst die positive Nachricht: „Ältere Menschen und Frauen werden am wenigsten Opfer von Straftaten“, das sagte der Ex-Innenminister Andreas Breitner am 07.03.13. Wir leben sicher in Schleswig-Holstein.

 

Dennoch gibt es häufig Kriminalitätsfelder, wo Senioren und Seniorinnen besonders zu Opfern werden – z. B. Internetkriminalität, Vertrauensmissbrauch und Handtaschenraub. Die Hauptgefahrenspunkte sind: Täuschen – Lügen – Tricksen.

 

Der beste Schutz vor Einbrechern ist nach wie vor eine gute, achtsame Nachbarschaft. Weitere wichtige Hinweise: keine Haustürgeschäfte abschließen, niemanden ins Haus lassen, nichts am Telefon bekannt geben (die Fragetechniken sind sehr raffiniert), Haustür abschließen und Fenster verriegeln bei Abwesenheit.

 

Argwohn auch bei Anzeigen, z,. B. in der Wochenzeitung „Palette“. „Suche Pelzmäntel, zahle Höchstpreise“. Damit holt man sich die Gauner selbst ins Haus. Diese bieten viel Geld an und fragen, ob sie auch Schmuck usw. haben - später wird dann eingebrochen.

 

Ebenfalls bei Ebay-Kleinanzeigen Vorsicht walten lassen. Kommt es zur Übergabe, sollten mehrere Personen anwesend sein. Rufen sie nicht zurück, wenn eine unbekannte Nr. auf dem Telefondisplay erscheint – der Rückruf kann sehr teuer werden.

 

Rate mal, wer hier spricht“ – mit solchen oder ähnlichen Worten melden sich Betrüger immer wieder per Telefon bei älteren und allein lebenden Menschen. Dahinter steckt ein perfider Trickbetrug. Die Anrufer geben sich als Enkel oder Neffen aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund nennen sie eine finanziell Notlage. Dann schicken sie einen Bekannten, der das Geld abholen soll. Die Polizei rät: Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Und: Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren sie stattdessen die Polizei.

 

Das Fazit nach dem erkenntnisreichen Vortrag: weil das Vertrauen oft missbraucht wird, müssen die Bürger immer misstrauischer werden – leider. Nur, wer Gefahren erkennt, kann viele Risiken ausschließen. Vorsicht ist besser als Tapferkeit. Sollten sie einen Einbrecher überraschen, rufen sie die Polizei.

 

Obwohl ich meinte, durch die Medien gut informiert und aufgeklärt zu sein, konnte ich trotzdem viel Wissenswertes erfahren.

 

Zu den Themenbereichen stellte Herr Schaer Informationsmaterial zur Verfügung.

 

Kirsten Lübbe