Reise nach Istrien/Kroatien

                                                         25.9.-4.10.2015

Frühmorgens um 5.30 Uhr starteten 22 gutgelaunte Schobüller Landfrauen ihre Busreise nach Istrien/Kroatien.

Bei herrlichem Sonnenschein fuhr uns Herr Noack von der Firma Grunert über Magdeburg und Leipzig zum Tagesziel nach Emsing im Altmühltal. Dort wurden wir von Renate, die jetzt zur Gruppe stieß, zünftig mit der Nordfriesland Fahne empfangen.

Das Hotel Dirsch war den meisten von uns schon bekannt. Hatten wir doch vor 2 Jahren auf dem Heimweg vom Gardasee dort Zwischenstation gemacht. Wir freuten uns deshalb schon auf das umfangreiche Buffet, das uns erwartete.

Am nächsten Morgen starteten wir erwartungsvoll zur Weiterfahrt nach Moscenicka Drage. Der Weg führte uns über Kärnten, durch die mächtigen Karawanken nach Slowenien, bevor sich uns der herrliche Ausblick auf die Kvarner Bucht präsentierte. Das Herz öffnete sich sofort. Die langen Strände, die kleinen Fischerdörfer hießen uns willkommen. Das Hotel Marina begrüßte uns mit einem kleinen Drink, bevor jeder sein Zimmer beziehen konnte.

 

Einige nutzten schon die Gelegenheit, das hauseigene großzügige Schwimmbad zu besuchen. Der Abend verlief recht lustig. Nach dem Abendessen im gut besuchten Speisesaal, ließen einige sich von der flotten Tanzmusik im angrenzenden Salon begeistern und tanzten ausgelassen mit anderen fröhlichen Gästen. Müde fielen wir ins Bett.

 

Den ersten Ausflug unternahmen wir am nächsten Morgen nach Opatija.

Mario, unser launiger schnell sprechender Reiseleiter, führte uns durch eines der ältesten Seebäder Kroatiens. Die wunderschöne Architektur im Flair aus der Zeit der Donaumonarchie hat uns begeistert. Mario erzählte in seiner spritzigen und anschaulichen Art über seine Heimat, das Leben, die Sprache usw.

Dabei lernten wir, dass DRAKA hart gesprochen „trockene Bucht“ und weich gesprochen „Schnutzibutzi“ bedeutet.

 

Am Nachmittag standen uns 2 Stunden zur freien Verfügung. Wir erkundeten die nähere Umgebung des Hotels und genossen auf der Promenade den einen oder anderen Cappuccino.

 

Am nächsten Tag stand eine Fahrt ins Hinterland nach Porec auf dem Plan.

Porec, die Perle Istriens, liegt auf einer Halbinsel an der Westküste. Ein von vielen Touristen besuchter Ort mit kleinen Gassen und netten Geschäften, die zu kleinen Einkäufen animierten. Das Bischofsgebäude mit der Euphrasius-Basilika ist eines der bedeutendsten Sakralbauten Kroatiens und UNESCO Weltkulturerbe.

Wir sehen auf der Fahrt die rote eisenhaltige Erde an der landschaftlich schönen Westküste, die allerdings keine Strände hat. Diese befinden sich an der Ostküste der Halbinsel. Es werden hier Gemüse, Obst, Wein und Oliven angebaut. Von der Qualität der Oliven konnten wir uns bei einer Verköstigung überzeugen. So manche Flasche des „weltbesten Olivenöls“ wurde von den LandFrauen als Mitbringsel gekauft, in dem seit mehreren Generationen geführten Familienbetrieb.

 

Die Insel mit dem nach Halsschmerzen anmutenden Namen Krk ist das Ausflugsziel des nächsten Tages.

Über eine Brücke mit zwei eleganten Brückenbögen erreichen wir eine der größten Inseln der Adria. Der starke Wind BORA ist bei der Überfahrt im Bus sehr wohl zu spüren. Er war allerdings nicht so stark, dass die Brücke gesperrt werden musste.

 

Unsere Reiseleitung hat sich heute geändert. Sandra begleitet uns und erzählt über Land und Leute der Insel. Die Menschen auf Krk leben vom Tourismus, Schafskäse, Weinanbau und vom Fischfang. Sie gelten als sehr sparsam. Eine Anekdote sagt, dass die Leute sich ihr gekauftes Brot gern in die aktuelle Tageszeitung einwickeln lassen und die dünne Tomatensuppe auf roten Tellern servieren. Sogar in mancher Todesanzeige soll zu lesen sein: „Nach der Trauerfeier verkaufen wir Wein und Olivenöl“

 

Im kleinen Ort Dobrinji genießen wir nach Schinken, Käse und Wein die schöne Aussicht und machen uns auf den Rückweg ins Hotel.

 

Pula kann als größte Stadt Istriens auf eine 7000 jährige Geschichte zurückblicken.

Mario begleitet uns heute wieder und zeigt die vielen römischen Denkmäler, das Amphietheater, den Triumpfbogen der Sergier, die Markthalle uvm.

Eine sehr interessante alte Stadt, in der das Leben sprudelt.

Auf der Fahrt erzählt uns Mario wieder über Land und Leute. Wir wissen jetzt, dass ein Olivenbaum jährlich den Ertrag von 8-10 ltr. Olivenöl bringt und das Familienleben in Kroatien noch sehr aktiv ist. Wegen des geringen Verdienstes von durchschnittlich 750,--€ leben oft 3 Generationen unter einem Dach. Die Großeltern betreuen die Kinder, damit die Eltern beide arbeiten gehen können. Das hat zur Folge, dass wenig Altenheime benötigt werden. Es gibt nur 3 Altenheime im 260.000 Einwohner zählenden Istrien! (Vielleicht sollten wir uns auch wieder mehr auf unsere Familien besinnen.)

 

Früh aufstehen ist heute angesagt. Eine lange Ausflugsfahrt zum Naturpark Plitvicer Seen ist der heutige Programmpunkt.

Der älteste Naturpark Südosteuropas erwartet uns mit einer herrlichen Landschaft. Das Wetter meint es heute nicht so gut mit uns. Es ist kalt und regnerisch. Doch wir lassen uns nicht beirren und machen uns auf den Weg, um dieses riesige Areal mit seinen 16 Seen und 92 Wasserfällen zu erkunden.

Holzstege führen durch diese zauberhafte Seenlandschaft. Nebelschwaden liegen gespenstisch über dem Wasser. Wasserfälle rauschen überall. Ein beeindruckender Tag, der uns die kalten Temperaturen schnell vergessen lässt.

 

Am folgenden Tag erwartet uns eine wunderschöne Schiffstour zur Insel CRES. Der kleine beschauliche Ort Valun ist der erste Anlegehafen.

Dort erwartet die Fahrgäste, zurück an Bord, lecker gegrillter Fisch.

Die Fahrt geht weiter nach Cres auf CRES, wo wir mit einer Führung den Ort erkunden. Es bleibt noch Zeit, um die herrliche Sonne bei einem Eis zu genießen. Ein wunderschöner Tag zum Abschluss unseres Aufenthaltes in Istrien. Denn am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen.

 

Der Abschied fällt uns leider nicht so schwer, es regnet und gewittert. Unser Busfahrer Bernd Noack bringt uns sicher und souverän durch die Lande in Richtung Heimat.

Ein Extrabonbon beschert uns ein gemeldeter Stau. Herr Noack umfährt dieses Hindernis über das Berchtesgadener Land. Eine schöne Strecke.

Die Zwischenstation ist wieder das Hotel Dirsch in Emsing. Renate muss uns hier verlassen.

 

Am frühen Morgen des nächsten Tages starten wir zur letzten Etappe unserer Fahrt. Eine wunderschöne Reise mit vielen Eindrücken und sehr netter Gemeinsamkeit geht zu Ende. Wir haben viel erlebt, gelacht und erzählt. Die Fahrt im Bus war sehr kurzweilig, da wieder einige Landfrauen für besondere Leckereien gesorgt hatten.

 

Das Rezept für Butterkekse müssen wir unbedingt zu Hause nachbacken:

200 g Butter, 75 g Puderzucker, 250 g Mehl, 1 Prise Salz alles kneten und zu Rollen formen, in Zucker wälzen und im Kühlschrank kühlen. In Scheiben schneiden und 12-15 Min. bei 150° Umluft backen.

 

Diese Kekse werden uns immer an diese wunderschöne Reise erinnern!

 

                                                                                               Heidi Jürs

                                                                                               Karin Petersen