„Välkommen“, Stockholm“

LandFrauen unterwegs vom 08.06. bis zum 12.06.17

Stockholm – Schlösser – Wasser und Kanelbullar

 

 

Alle zwei Jahre bietet der LandFrauenVerein Schobüll eine Auslandsreise an. In diesem Jahr führte die Reise in den hohen Norden – Stockholm war das Ziel.

 

36 fröhliche, unternehmungslustige LandFrauen machten sich am 08.06.17 mit einem Bus von der Firma Grunert auf den Weg nach Stockholm. Die Reise führte durch Dänemark über die Kleine und Große Beltbrücke sowie über die Öresundbrücke nach Schweden zur Übernachtung in Südertälje.

 

Am nächsten Tag stand eine ganztägige Stadtführung in Stockholm auf dem Programm. Wer das Meer liebt, ist definitiv in Stockholm richtig – Wasser soweit das Auge reicht. Man nennt Stockholm auch „Venedig des Nordens“. Die LandFrauen erlebten eine der wundervollsten Städte der Welt, die sich einzigartig auf 14 Inseln verteilt und vom Mälaren und dem Schärengarten der Ostsee umrahmt wird. Die Stadt beeindruckt vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Auf der einen Seite die Nähe zur Natur und zum Meer, aber auf der anderen Seite auch modernes Leben und urige Stadtviertel. In Begleitung unseres Reiseleiters Kjell - einem pensionierten Deutschlehrer – konnten wir zahlreiche der weltberühmten und einzigartigen Sehenswürdigkeiten besichtigen. Kjell brachte uns sein Stockholm in humorvoller, kurzweiliger und kompetenter Art und Weise näher. Unser erster Fotostopp war der höchste Punkt in Stockholm, so dass wir einen grandiosen Ausblick auf die Stadt hatten. Die für Schweden typisch rote Farbe der Häuser ist eine Landhausfarbe und in der Stadt nicht erlaubt.

 

Der zweite Stopp ist das Wahrzeichen der Stadt – das Stadhused (Rathaus) - ein Musterbau der skandinavischen Nationalromantik. Es wurde von den Schweden zum schönsten Bauwerk des Landes gewählt und gilt mit seinen drei goldenen Kronen auf der Turmspitze auch als Wahrzeichen der Stadt. Das Stadhused ist auch Schauplatz der Feierlichkeiten zur Nobelpreisverleihung. Nach dem Bankett in der blauen Halle versammeln sich die Preisträger, Mitglieder der Königsfamilie und Gäste im Goldenen Saal zum Tanz. 18 Millionen Mosaiksteinchen aus Gold wurden verarbeitet. Wir sahen in Gedanken die Nobelpreisträger über das Parkett schweben.

 

 

Weiter ging es zu einem weiteren Highlight, dem Vasa-Museum mit dem „Vasa-Schiff“, dass 333 Jahre im Stockholmer Hafen auf dem Grund lag. 1961 wurde es gehoben und restauriert, ein imposantes und eindrucksvolles Schiff.

 

Da unser Zeitplan sehr eng getaktet war, musste unser Spaziergang durch die beeindruckende Altstadt mit den verwinkelten Gässchen und dem alten Kopfsteinpflaster etwas verkürzt werden.

 

Die „Gamla Stan“ befindet sich auf der Insel Stadsholmen und beherbergt das Schloss der Königsfamilie aus der Barockzeit, das hauptsächlich zu repräsentativen und zeremoniellen Zwecken genutzt wird, sowie verschiedene Kirchen und weitere historische Bauten.

 

Der Spaziergang konnte im Rahmen „Zeit zur freien Verfügung“ nachgeholt werden – sogar das Wetter spielte mit und die Sonne kam hervor, so dass „frau“ draußen sitzen konnte.

 

Das Stadtgebiet besteht zu einem Drittel aus Wasser, deshalb durfte ein Ausflug mit dem Schiff nicht fehlen. Die LandFrauen fuhren mit dem Schiff auf dem Mälarsee zum Schloss Drottningholm (UNESCO-Weltkulturerbe). Hier lebt in dem einen Teil des Schlosses Königin Sylvia von Schweden. Schade, wir wurden nicht zum Kaffee eingeladen. Nach dem informativen und anstrengenden Tag freuten sich alle auf das gemeinsame Abendessen im Hotel.

 

Am Samstag führte uns der Weg nach Mariefred und Schloss Gripsholm. Kurt Tucholskys, der auch in Mariefred begraben liegt, schrieb eine bezaubernde Liebesgeschichte, die im Schloss spielt. Berühmt wurde der Ort aber durch das Schloss Gripsholm. Eine malerische Lage, vier gewaltige runde Türme und hellrote Backstein-mauern – so empfing uns Gripsholm. Unsere schwedische Schloss-Führerin, die aber überwiegend in München lebt, verstand es, die Geschichte der schwedischen Könige und ihrer – häufig deutschen Ehefrauen – anschaulich und interessant zu vermitteln. Das Schloss, der idyllische Ort, die heimelige Atmosphäre, der Sonnenschein – es war ein perfekter Platz zum Verweilen und die Seele baumeln zu lassen.

 

Der Nachmittag gehörte den Damen, die es in Grüppchen in die wunderschöne Altstadt – Gamla Stan – zog. Einige gingen in den Dom oder in die deutsche Kirche, andere nutzen die Zeit, um durch die kleinen Geschäfte zu bummeln oder das bunte Treiben bei einem Cappuccino oder Prosecco zu beobachten. In den verwinkelten Gässchen konnte man die historische Luft mit jedem Schritt auf dem alten Kopfsteinpflaster schnuppern.

 

Am darauf folgenden Tag mussten wir bereits von Stockholm Abschied nehmen, denn das nächste Ziel war Boras, wo wir unsere Zwischenübernachtung hatten. Auf dem Weg nach Bora nutzten wir die Gelegenheit, in Berg eine der interessanten Schleusentreppen (7 Stufen) des Götakanals anzuschauen.

 

Der nächste Zwischenstopp wurde in dem kleinen romantischen Örtchen Gränna am Vätternsee, Schwedens zweitgrößtem See, eingelegt. Hier hatten wir Zeit für einen Spaziergang durch das hübsche Städtchen mit den malerischen Holzhäusern, den Handwerksstätten und die bekannte und beliebte Zuckerstangen-Konditorei Polkagrisar. Rot-weiß geringelt sind Sie und schmecken nach Pfefferminze. Diese Zuckerstangen wurden durch Pippi Langstrumpf weltberühmt und gehören zu Gränna wie Marzipan zu Lübeck.

 

Jetzt heißt es „Tack sa mycket und Hej daa Stockholm und Schweden“. Auf der Rückreise legten wir eine kleine Pause in Göteborg ein, um mit der Reiseleiterin Marion (eine Deutsche, die seit 30 Jahre in Göteborg lebt) eine Stadtrundfahrt durchzuführen. Anschließend traten wir die Heimreise an.

 

Müde, aber mit einem Koffer voller neuer, unvergesslicher Eindrücke sind die LandFrauen zurückgekommen. Eine gute Gemeinschaft, Geselligkeit, Fröhlichkeit und Neugier auf die Zeugnisse der Geschichte und Moderne prägten diese eindrucksvolle Reise durch eine der schönsten Regionen Europas.

 

 

Wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Reise.

 

 

 

 

Kirsten Lübbe