„Telemedizin“ – wir lassen uns nicht abhängen

– dies war das Thema eines Vortrages beim LandFrauenVerein Schobüll am 18.10.18 im Haus Kiesselbach, Schobüll.

 

Referent des Abends war der Ärztliche Geschäftsführer der Ärztekammer, Herr Dr. Carsten Leffmann. 40 LandFrauen aus Schobüll, Hattstedt und Nordstrand folgten interessiert den Ausführungen des Referenten.

 

Zuerst erklärte Dr. Leffmann den Begriff „Tele“ (Telekommunikation, Telefonie, Television, Telegraphie – mit der Überbrückung einer Entfernung. Das Teleskop sei das erste diagnostische Teleinstrument, ebenso gehört das von Hebammen genutzte Hörrohr zum Abhorchen der Herztöne des Ungeborenen dazu. Heutzutage wird teilweise mit einem OP-Roboter operiert, um am Monitor ein vergrößertes OP-Feld zu sehen. Weil die Entfernung zum Patienten überbrückt werden muss, spricht man auch hier von „Tele“.

Schon längst hat uns die Telemedizin erreicht – ohne dass wir sie als Telemedizin registrieren - denn fast jeder von uns nutzt ein Smartphone. Durch den Gebrauch des Smartphones kann man Wissen sofort abfragen, mit Gesundheits-Apps die eigene Gesundheit und Fitness überwachen und Laborwerte abfragen.

 

Bei seltenen Erkrankungen hat man hat die Möglichkeit, durch Eingabe der eigenen Daten ins Netz, Erfahrungen auszutauschen und Hilfe zu bekommen. Diese Veränderungen werden sich in Zukunft rasant fortsetzen. Das Arzt-Patienten-Verhältnis wird dann neu definiert, stets vor dem Hintergrund, die Versorgung und Qualität zu optimieren.

Zukünftig kann vieles in der medizinischen Versorgung online - mit routinemäßigen online-Konsultationen - erfolgen. Darüber hinaus könnten in der Zukunft Medizinische Fachangestellte (mit Zusatzqualifikation) die Hausbesuche übernehmen. Sie werden mit einem sog. Rucksack ausgestattet (Blutdruckmessgerät, EKG usw.) und können, falls erforderlich, die Daten per Tablet direkt dem Arzt übermitteln. Der entscheidet dann, ob ein Besuch in der Praxis erforderlich ist oder nicht. Positiv zu bewerten ist diese Möglichkeit bei „chronisch Kranken“ und nicht mehr mobilen Patienten. Die Videosprechstunden sind lediglich ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für Arztbesuche. Auf dem Markt sind schon viele Gesundheits-Apps – sie werden stets ergänzt. Hilfreich wäre, wenn man die Daten auf der Gesundheitskarte speichern könnte, so wären sie im Notfall jederzeit abrufbar. Unabdingbar ist natürlich - als technische Voraussetzung - ein gut funktionierendes Breitband.

 

 

Mit einem Präsent bedankte sich Kirsten Lübbe bei Herrn Dr. Leffmann für seinen informativen und interessanten Vortrag.

 

 

 

 

 

Kirsten Lübbe