Reise der Landfrauen Schobüll nach Flandern v. 01. Mai – 06. Mai 2019

 

 

Mittwoch , d.1. Mai

 

 

36 gut gelaunte Landfrauen machten sich um 6:00 morgens auf die Reise. Es war trüb und kühl, ein Frühstücksbüffet in Hamersen weckte alle Lebensgeister und die Sonne wagte sich hervor.

 

Da Feiertag war, hielt sich der Verkehr in Grenzen. Mit den nötigen Pausen – im Bus gab es zusätzliche Verpflegung ( Sekt und Süßes)- fuhr uns unser Fahrer Bernd umsichtig zu unserem Hotel „ Leopold“ in Antwerpen, das wir um 17:00 erreichten. Die Koffer wurden ausgepackt und Nachtruhe war angesagt.

 

 

 

 

Donnerstag,d. 2.Mai

 

 

Der heutige Tag war Antwerpen gewidmet.

 

In 2 Gruppen erkundeten wir die Stadt. Durch das jüdische Viertel gelangten wir zum Bahnhof , gebaut um 1900 in eklektischem Stil mit viel Gold und Schnörkeln. Anschließend führte uns der Rundgang in der Altstadt zur Kirche „Unserer lieben Frau“ der größten Kathedrale in den Beneluxstaaten. Die Innenausstattung mit Gemälden flämischer Maler u.a. 4 Rubensbilder ist bedeutend. Das Marienbild, die Kanzel und das Chorgestühl runden den Eindruck ab. Kleine Gassen führten uns zum Marktplatz mit dem Renaissancerathaus, dessen Fassade nur gemalt zu sehen war. Der Brabobrunnen zeigte uns, woher der Name „Antwerpen“ kommt.

 

Prachtvolle Gildehäuser umrahmen den Platz , an ihnen ist die Geschichte der Stadt zu erkennen. Der Nachmittag war zur freien Verfügung und wurde jeweils nach Interesse genutzt.

 

 

 

Freitag, d. 3. Mai

 

 

Um 8:30 starteten wir am grauen und kühlen Morgen Richtung Gent, das wir nach einer Stunde Fahrt erreichten. Wir wurden wieder in 2 Gruppen eingeteilt. Von der Jakobskirche ging es zum Rathaus mit seinen 2 Stilepochen und zum Belford. Die Bavokathedrale ist reich ausgestattet mit Kanzel, Altar und Gemälden ( Rubens).

 

Der berühmte Genter Altar der Brüder van Eyck war leider nur teilweise zu sehen.

 

Auf dem Weg lagen die Niklaskirche, die Rolandglocke und das Stammhaus

 

Leonidas, dem belgischen Pralinenhersteller und das Fleischhaus mit dem imposanten Dachstuhl.

 

Nach der Mittagspause befuhren wir die Leie und Lieve und bewunderten Speicher und Gildehäuser aus Mittelalter und Barock. Über allem stand die Burg Gravensteen. Anschließend wanderten wir auf den Spuren Karl V, der 1500 in Gent geboren wurde - seine Geburtsstätte existiert nicht mehr- über den Marktplatz zurück zur Jakobskirche.Unser Abendessen war etwas später wegen Staus auf den Straßen.

 

 

 

 

 

Sonnabend,d. 4.Mai

 

 

Der Sabbat macht sich im jüdischen Viertel bemerkbar. Unsere Gruppe ist früh unterwegs nach Brügge, gerüstet für Sonne und Regen.

 

Wiederum in 2 Gruppen führte unser Weg durch den Beginenhof, am Johanniskloster ( Hans Memling.Museum) und der Liebfrauenkirche vorbei zum Bootsanleger. Die Grachten sind gemauert. Brügge konnte es sich derzeit leisten, denn die Stadt war im Mittelalter eine der reichsten in Flandern. Vom Wasser aus hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Brücken, alten Häuser und Türme der Stadt, die der Bootsführer auch erläuterte.

 

 

Danach ging es zu Fuß durch die Innenstadt zum Rathausmarkt mit seinem weiß-goldenen Rathaus und anderen bedeutenden Gebäuden mit Architektur aus 700 Jahren.

 

Der Markt mit dem Belfried war das nächste Ziel. Die Mittagspause nutzen ein paar Damen zum Besuch der Liebfrauenkirche, wo die Grabmale der letzten burgundischen Herrscher stehen, u.a. Maria von Burgund und eine Madonna von Michelangelo zu sehen ist. Die Führung ging an „Gotteshäusern“ ( heute Altenheime) vorbei zum Ausgangspunkt. Dort stiegen wir in den Bus, der uns nach Oostende brachte.

 

Unterwegs in De Haan schüttete es ziemlich, aber die Promenade von Oostende lag in schönstem Sonnenschein bei heftigem Wind. Der Sand flog uns um die Ohren und der Ausflug war dann kurz.

 

Die Rückfahrt verlief reibungslos und das Abendessen erfreute Auge und Magen.

 

 

 

 

Sonntag,d. 5. Mai

 

 

Heute war wieder Antwerpen-Tag.

 

Meist schien die Sonne und wir gelangten zu Fuß zum DIVA ,wo wir Einblick in die Welt der Diamanten bekamen mit Gewinnung und Bearbeitung. Da konnten

 

Wünsche geweckt werden, zumal es auch Silber und Glas zu sehen gab. Die schönsten alten Schmuckstücke werden in einem besonderen Tresorraum verwahrt und Dank technischer Möglichkeiten konnten wir ein Portätbild mit Krönchen machen. Einmal Königin sein !

 

Am Nachmittag besichtigten wir das Wohn- und Atelierhaus von P.P.Rubens.

 

In einer sehr guten Führung erfuhren wir viel vom Leben, Arbeiten und Wohnen des Malers. Er war sehr reich und konnte sich das Haus nach seinen Wünschen ausstatten ( italienische Renaissance) Gemälde, Möbel Skulpturen zeigen seinen Lebensstil. Wir waren sehr beeindruckt.

 

Quirlig war das Leben auf der Meir, d e r Einkaufsstraße, denn es war verkaufsoffener Sonntag, der von einigen Mitreisenden noch genutzt wurde.

 

Andere besuchten die Jakobskirche mit der Grabkapelle von Rubens, die ein Gemälde von ihm ziert. Sehenswert sind von der hochbarocken Ausstattung der Altar, Beichtstühle, Chorgestühl und Seitenkapellen.

 

Nach dem Abendessen hieß es Kofferpacken.

 

 

 

 

Montag, d. 6. Mai

 

 

Nicht ganz so früh wie am 1. Mai begann die Heimreise. Es war auf den Straßen lebhafter, meist sonnig. Bei den Pausen wurden die letzten Kuchenvorräte vertilgt. Unser Fahrer Bernd fuhr sehr besonnen und flexibel,denn vor Hamburg gab es lange Staus, so dass er den Weg durch die Stadt suchte. Im Abendsonnenschein begrüße uns S-H und wir waren gegen 20:00 zu Hause.

 

Wir alle dankten Bernd, dass er uns so sicher über alle Straßen fuhr.

 

Eine wunderschöne, erlebnisreiche und harmonische Fahrt war zu Ende.

 

Dem Vorstand der Schobüller Landfrauen sei gedankt für ihre Mühe und allen, die ebenfalls dazu beigetragen haben.

 

 

 

Silke Susott

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: privat