Unverpackt und unverhüllt war nicht das Thema

 

 

Die Sonderausstellung: Christo und Jeanne-Claude. Paris. New York. Grenzenlos

im Schloß Gottorf war unser Start nach der Sommerpause.

 

In Fahrgemeinschaften fuhren 22 LandFrauen nach Schleswig.

Es erwartete uns eine Führung durch die schon etwas skurille Ausstellung.

 

Mit Frau Lindsay Koch hatten wir eine sehr sympathische, kompetente Begleitung an unserer Seite, die mit viel Freude vom Werdegang und Wirken des Künstler-Ehepaares erzählte.

 

Von der Verhüllung des Berliner Reichstages hatten wir schon gehört. Aber welch Ideenreichtum die Künstler in ihrem Leben entwickelten, war nicht allen bewusst.

 

Ob es die in Pink „Surrounded Islands in Miami“ waren, die Mastaba, eine riesige Skulptur in der Wüste von Abu Dhabi, gestaltet aus 440.000 farbigen Ölfässern, oder The Umbrellas in Japan und den USA, bei der über 3000 Schirme, mit einer Höhe von 6 Meter und fast 9 Meter im Durchmesser waren, um nur einige der unglaublichen Werke zu nennen. Jedes für sich ein einzigartiges Spektakel.

 

Durch den lukrativen Verkauf der Collagen und Zeichnungen aus den Planungsphasen kamen die Finanzierungen zustande.

 

Weltweit haben sich Christo und Jeanne-Claude mit ihren außergewöhnlichen Mammutprojekten präsentiert. Dabei konnten nicht alle Pläne realisiert werden.

 

So ließ sich die Verhüllung der Wolkenkratzer in den USA durch zu viel politischen Widerstand nicht durchsetzen.

 

Nach Christo's Tod im Jahre 2020 vollendeten seine Mitarbeiter die Verhüllung des Pariser Triumpfbogens und entsprachen damit seinem letzten Wunsch.

 

„Christo hat sein Leben in vollen Zügen gelebt, das Unvorstellbare nicht nur ausgedacht, sondern es verwirklicht“ hieß es in einem Nachruf.

 

Am Ende der Führung wurde unsere Besuchergruppe gebeten, einen der bereitgelegten kleinen Papierschirme zu bemalen und als Ergänzung zu einer farbenfrohen Collage zu platzieren. Somit sind wir jetzt ein Teil der Ausstellung.

 

Schließlich bestand noch die Möglichkeit einen Film anzusehen über die Planung und Vollendung des Projektes Berliner Reichstag und die dazugehörigen Debatten im Deutschen Bundestag. Eine sehr interessante Dokumentation, die vieles wieder in Erinnerung brachte.

 

Zum Abschluss traf sich die Gruppe zum gemeinsamen Essen im Jägerkrug in Schuby.

Zufrieden traten wir danach den Heimweg an.

 

Dieser Nachmittag war viel interessanter, als wir es uns vorgestellt hatten.

 

 

 

Text und Fotos

Karin Petersen