Die Schobüller LandFrauen haben sich wieder auf die Reise begeben. Dieses Mal war das Ziel: Bonn, Köln und die Eifel. Wir entdeckten die Rheinische Vielfalt von Geschichte, Genuss und
Kultur.
Am 24. Juni ging es für 33 Teilnehmerinnen mit dem Bus vom Reisebüro Grunert früh los.
Unser Busfahrer Florian brachte die gutgelaunte Gesellschaft zunächst in die Heide zu einem Frühstück. So hatten wir schon „etwas Strecke gemacht“. Gut gestärkt ging es dann weiter nach Bonn
Holzlar. Ein schönes, ruhig am Wald gelegenes Hotel erwartete uns dort. Die Zimmer wurden bezogen und der Tag klang entspannt aus.
Der nächste Tag begann mit dem Besuch des Konrad Adenauer Hauses in Rhöndorf. Eine Führung war gebucht. In der Ausstellung des Museums wird Zeitgeschichte sehr interessant dargestellt.
Briefe und Dokumente, Bilder und vieles mehr gab es dort zu sehen. So lasen wir z.B. dass Konrad Adenauer, in seiner Amtszeit als Bundeskanzler, 4 Millionen Wohnungen im Rahmen des sozialen
Wohnungsbaues bauen ließ.
Ein mit hundert Stufen zu erreichender Aufstieg zum Wohnhaus hat sich gelohnt. Die Wohnung mit den originalen Möbeln, sogar das Telefon mit dem roten Knopf, waren zu besichtigen. Ein
Spaziergang durch den Rosengarten schloss sich an. Ein schönes Plätzchen dort oben in Rhöndorf.
Jetzt ging es weiter zum Schloss Drachenburg. Mit der Drachenfelsbahn fuhren wir hinauf. Eine sehr gepflegte Anlage fanden wir dort vor. Auch hier wurde uns im Rahmen einer Führung viel über die
Geschichte des Hauses erzählt, welches vom Erbauer Baron Stephan von Sarter nie bewohnt wurde. Das Haus wechselte in der Zeit von 1882 bis heute sehr oft den Besitzer. Dem breiten Publikum ist es
heute u.a. als Drehort für die Fernsehsendung „Bares für Rares“ bekannt.
Das sonnige Wetter meinte es fast zu gut mit uns. Die Temperatur brachte alle ins Schwitzen. So war ein kleines Eis auf die Hand sehr willkommen.
Am Nachmittag fuhren wir in das traditionsreiche Hotel Dreesen (das Weiße Haus am Rhein). Dort erwartete uns der Seniorchef bereits. Aufgrund einer direkten Anfrage an Herrn Dreesen,
erzählte uns der sympathische Herr sehr interessant über die Geschichte seiner Familie und des Hauses. Ein Haus, in dem die Weltprominenz ein und aus ging.
Kaffee und Kuchen tat jetzt allen gut.
In unserem Hotel genossen wir nach dem Essen die schöne Außenterrasse für den einen oder anderen Drink.
Donnerstag erwartete uns ein Ausflug nach Köln. Dort begleitete uns Herr Markus Schäfer von der Heinrich Böll-Stiftung auf den Spuren des jungen Heinrich Böll. Da unsere Gruppe zu groß war,
wurde sie kurzerhand geteilt. Der andere Part besuchte im Wechsel das Schokolkadenmuseum.
Sehr interessant erzählte Herr Weber über den jungen Böll und hatte in einigen von uns eine gut informierte Gesellschaft. Es hat Appetit gemacht, Böll wieder zu lesen.
Die zweite Gruppe am Nachmittag hatte nicht so viel Glück mit dem Wetter. Der Himmel öffnete seine Schleusen. Aber man wusste sich zu helfen und flüchtete in die „Schreckenskammer“ ein uriges
Lokal in der Altstadt, und hat dort eine fröhliche Zeit bei einem Glas „Böll Bier“ verbracht. Solche Ereignisse sind doch immer die lustigsten.
Die andere Gruppe konnte im Scholokladenmuseum die süße Welt erkunden. Also: Genuss für alle Sinne.
Der nächste Tag führte uns in die Eifel, nach Monschau. Dort wurden wir von der „Schönen Helene“ in die verwinkelten Gassen von Monschau begleitet. Im historischen Kostüm trat sie als
zeitgenössische Frau auf, die ihr Leben als Hotelbesitzerin im Gerberviertel durchaus meisterte.
Ein anschließender Besuch in der Senfmühle ließ so manchen Topf köstlichen Senf in die Einkaufstaschen wandern.
Der letzte Tag unserer Reise war auch von Höhepunkten bestückt.
Eine Stadtführung durch Bonn ließ uns an den bedeutenden Gebäuden der ehemaligen Regierungshauptstadt das Flair der Zeit spüren. Alles relativ nah beieinander und beschaulich. Mit den heutigen
großen Gebäuden in Berlin nicht zu vergleichen.
Der nächste Höhepunkt war der Besuch im Beethoven-Haus. Ein großes Erlebnis!
Das Haus, in dem im Dezember 1770 der Komponist Ludwig van Beethoven geboren wurde, ist eines der wenigen erhaltenen Bonner Bürgerhäuser aus dem 18. Jahrhundert. Die Führung war sehr geschickt
gestaltet. Vor dem Einlass in die Räumlichkeiten des Hauses wurden uns anhand von Bild und Ton die Dinge nahegebracht, die besondere Aufmerksamkeit verdienten. So verlief sich die Gruppe sehr
entspannt durch das Haus. Man war schon vorher informiert.
Im Restaurant Sudhaus ließen wir uns das Mittagessen schmecken.
Am Abend des letzten Tages konnten wir entweder das GOP Varieté -Theater besuchen oder im Opernhaus eine Aufführung von Mozart`s „Zauberflöte“ genießen. Jeder nach seinem Geschmack.
Wir wurden alle vom Opernhaus abgeholt und wieder ins Hotel gebracht.
Dort fand an dem Abend eine große Feier der Schulentlassung mit 300 Gästen statt, so dass wir für eine Abschiedsparty improvisieren mussten. Am Rande der großen Gesellschaft hatten wir dann einen
letzten Aperol-Spritz auf den Treppenstufen des Gartens.
Am Sonntag Morgen: Alle Koffer gepackt, noch ein Abschiedsfoto und dann ging es
auf die Heimreise.
Wir hatten mit Florian wieder einen sehr umsichtigen, hilfsbereiten, netten Fahrer an unserer Seite. Dank Heidrun wurde auch vieles ermöglicht, was in einem normalen Reiseprogramm nicht zu finden
ist.
Alles in allem war es wieder eine eindrucksvolle harmonische Reise mit den Schobüller LandFrauen. Dazu danken wir allen Mitreisenden für das nette Miteinander.
Karin Petersen